KaiObis Blog

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#sooc13: Wissenskarten und Wissensbücher für den Unterricht

Nachdem am Freitag die Livesession mit Gabriele Vollmar lief, zu der ich es dann doch schaffte (endlich, die erste Livesession, die ich live erlebte!), gingen mir diverse Fragen durch den Kopf. Frau Vollmar sprach über Wissensmanagement, über Kompetenzen, über eine eigene Einschätzung per Kompetenzrad und darüber, dass es durchaus helfen kann, die eigenen Grenzen zu kennen.

Meine Überlegung war: Schön, gut, ich weiß nicht alles. Aber was fange ich damit konkret an, und nicht nur im Kollegium?

Meine erste Idee war: Wissensorganisation. Jeder Schüler kennt die vielen Abschreibearbeiten des Mathelehrers, die Herleitung von Beweisen etc. – man schreibt mit, wechselt zwischendurch im Schuljahr dann das Heft… wo stand das noch? Ist doch auch egal. Spätestens bei der Abschlussklausur (ZAP 10, Abi…) wäre das ganz gut zu wissen.

Hier betreibe ich mittlerweile in der Nachhilfe das Konzept, dass ich meine Schüler die Seiten getrennt gebe, teilweise aufs Abschreiben verzichte und sie lieber abfotografieren lasse – ich will ihre Aufmerksamkeit, nicht ihren ewig schreibenden Füller. Die Schüler sollen mitdenken, nicht mitschreiben. Manchmal lässt sich das ja kombinieren, ich weiß…

Die Idee dazu ist, sich hinterher die Merkzettel (und Fotos) in eine Art „Wissensbuch“ zu packen, sodass sie wie in einer Formelsammlung die Seiten thematisch strukturieren und so einfach nur noch nachschlagen müssen, wie das ging. Das ganze kann man dann auch beliebig durch eigene Kommentare, Beispielaufgaben etc. erweitern. Letztendlich entsteht so im schlimmsten Fall mehr Abfall, im besten Fall ein Kompendium des Wissens – entschlackt auf den Anspruch „Arbeit bestehen“.

Meine zweite Idee war, dass man das ganze durchaus auf eine Wissenskarte für den Unterricht übertragen kann. Jeder Schüler soll(te) sich selbst einschätzen können, zur Not kann man das in einer kurzen Diskussion auch zusammen einstufen. Diese Informationen kommen grob strukturiert auf eine Liste, sozusagen eine Art Sitzplan des Wissens in der Klasse. Danach kann man dann – gezielt auch für Gruppenunterricht – die Gruppen so gestalten, dass die Kompetenzen gemischt werden. Ziel: eine breitere Wissensverteilung.

Da ich Pragmat bin, kamen mir auch diverse Gegenargumente in den Kopf. Schüler sind Menschen und Menschen sind Freaks. Natürlich sind Gruppen nicht einfach „wahllos nach Kompetenz“ zusammensetzbar, durch genug (Anti-)Sympathien bekommt man so nie eine „runde“ Gruppe zustande. Mir hilft es natürlich enorm, dass in der Nachhilfe gezielt (naja, ich mach mehr Oberstufenstoff… aber wir nennen sie mal) Kinder sitzen, deren Motivationsproblem weeeeeit nach hinten verlagert sein sollte. Insofern darf ich auch davon ausgehen, dass sie nicht sonderlich murren, wenn ich sie thematisch gruppiere und strukturiere.

Im Klassenverband der kannibalischen Kleinbürgerschaft sieht das schon etwas anders aus. 30 Schüler zu sortieren, zusammenzufassen NUR nach Kompetenz scheint mir selber auch zu utopisch. Aber auch in einem Klassenverband gibt es durchaus Möglichkeiten, zumindest auf Akzeptanz zu hoffen. Meine angestrebten Gruppen sollten ohnehin nicht mehr als 3-4 Schüler beinhalten, die Themen sind bei mir wie oben erwähnt meist eh relativ „starr“ – da funktioniert das leichter.

Spannende Frage: Macht das einer so schon? Gibt es dafür einen guten Fahrplan? Ist das totaler Quatsch?

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Eine Antwort zu “#sooc13: Wissenskarten und Wissensbücher für den Unterricht

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